Simply Red kehrt zurück: Sommer, Funk und 40 Jahre Hucknall
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Simply Red kehrt zurück: Sommer, Funk und 40 Jahre Hucknall

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Als Mick Hucknall im November 2025 drei Abende hintereinander die Ziggo Dome in Amsterdam mit demselben Song eröffnete — Sad Old Red, ein Stück vom 2025er-Album Recollections — war das keine sentimentale Geste Richtung Stammklientel. Es war Programm. Simply Red, gegründet 1984, seit über vier Jahrzehnten aktiv, spielt keine Abschiedstournee. Die Band macht Gegenwart.

Was die Setlists von 2025 verraten

Wer die Konzertdaten aus dem Herbst 2025 nebeneinanderlegt, erkennt ein klares Muster: Die Shows in Amsterdam, Paris und Saint-Herblain folgten einer nahezu identischen Dramaturgie — Sad Old Red und Jericho als Eröffnungspaar, dann das bewährte Soul-Pop-Fundament mit Money's Too Tight (To Mention) und The Right Thing, und am Ende des Abends eine Kette von Schwergewichten: Stars, Thrill Me, The Air That I Breathe, You Make Me Feel Brand New.

Bemerkenswert ist, was diese Setlist-Architektur über den aktuellen Stand der Band aussagt. Stars bleibt der emotionale Knotenpunkt — ein Song, der seit seiner Veröffentlichung nicht gealtert klingt, sondern gereift ist. Dass If You Don't Know Me by Now in der Mitte steht, nicht am Ende, signalisiert Selbstbewusstsein: Man verlässt sich nicht auf den größten Hit als Abschluss-Feuerwerk. Stattdessen schließt You Make Me Feel Brand New, eine Coverversion, die Hucknall sich sichtlich zu eigen gemacht hat.

Simply Red baut seine Sets wie ein guter Sporttrainer seine Aufstellung: die Stars spielen, aber niemand verwaltet seinen Ruf.

Einzig die Show in Lille am 18. November 2025 wich ab — kein Sad Old Red, kein Stars, dafür Something Got Me Started, Fake, Sunrise und Fairground. Eine alternative Setlist, die zeigte, dass die Band mehr Material im Gepäck hat, als sie normalerweise auspackt.

Wozu ein deutsches Sommer-Programm?

Der Summer Funk '27 ist kein klassisches Arena-Programm. Dreizehn Termine in Deutschland, verteilt über knapp vier Wochen, mit Stopps in Städten wie Aurich, Hemer, Halle (Westfalen) und Füssen. Das ist kein Tourplan für Megalomanie — das ist ein Netz, das kleinere Märkte ausdrücklich einschließt. München und Nürnberg stehen am Anfang als Ankerpunkte, dann streut die Route breit: Nordsee-Nähe in Aurich, Ruhrgebiet-Rand in Hemer, die sächsisch-thüringische Achse mit Leipzig, schließlich der Allgäu-Abschluss in Füssen.

Simply Red hat in Deutschland eine treue Hörerschaft, die Last.fm-Zahlen mit knapp 1,4 Millionen monatlichen Hörern sind für eine Band, die seit 1985 aktiv ist, kein Selbstläufer — sie müssen erspielt werden. Diese Tourstruktur ist die Antwort darauf: nicht eine Handvoll großer Städte, sondern flächendeckende Präsenz.

Die Tourdaten im Überblick

Eine Band, die gelernt hat, sich selbst zu beenden — und neu anzufangen

Simply Red hat eine ungewöhnliche Biografie für eine Band dieser Größe. Mick Hucknall kündigte 2007 das Ende für 2010 an, arbeitete dann solo — und kehrte 2014 mit einer Welttournee zurück. Seither hat die Band mit Blue Eyed Soul (2019), Time (2023) und Recollections (2025) drei Alben veröffentlicht. Das ist keine Schublade voller Archivmaterial, das ist ein laufendes Projekt.

Dass der Bandname auf Hucknalls Schulspitznamen zurückgeht — Red, wegen seiner Haarfarbe — und die Band zeitweise unter Namen wie Red and the Dancing Dead oder Just Red auftrat, bevor der Name Simply Red entstand, gehört inzwischen zur gut gepflegten Entstehungsgeschichte. Entscheidend ist, was daraus geworden ist: etwa 50 Millionen verkaufte Tonträger weltweit, ein Grammy, und eine Konzerttätigkeit, die 2027 mit dreizehn deutschen Sommershows weitergeht. Der erste Termin in München ist bereits mit Tickets buchbar.

Geschrieben von

WatchIsUp-Redaktion

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz verfasst, auf Grundlage unserer Daten und öffentlicher Quellen.

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