Acht Heimspiele, alle in der Hannibal Arena, kein einziges davon an einem Samstag. Das ist kein Zufall – das ist Oberliga-Alltag im Ruhrgebiet, und der Herner EV kennt diesen Rhythmus seit 2013 besser als die meisten.
Der Auftakt: Niederländischer Besuch als Gradmesser
Das erste der acht Heimspiele hat es terminlich in sich. Am 18. September 2026 kommen die Tilburg Trappers in den Revierpark Gysenberg – ein Gegner, der nicht aus der deutschen Oberliga stammt, sondern aus den Niederlanden. Die Trappers gastieren regelmäßig in deutschen Ligen und bringen eine eigene Fankultur mit, die man in einer Eishalle im Ruhrgebiet nicht unbedingt erwartet. Für Herne ist dieser Auftritt eine frühe Standortbestimmung: Wer gegen internationales Tuch bestehen will, muss von Spieltag eins an liefern.
Wer dabei sein will, sollte sich frühzeitig um Tickets sichern – Freitagabende in der Hannibal Arena füllen sich.
Das Duell, das zweimal kommt: Füchse Duisburg
Unter den acht Heimspielen sticht eine Paarung heraus, weil sie gleich zweimal vorkommt: die Füchse Duisburg. Einmal am 16. Oktober 2026, einmal am 13. Dezember 2026. Zwei Ruhrgebietsklubs, keine zwanzig Kilometer Luftlinie voneinander entfernt – das ist keine zufällige Dopplung im Spielplan, das ist Revierderby im Doppelpack.
Herne gegen Duisburg läuft nicht über Romantisierung. Es läuft über Punkte in der Tabelle und darüber, wer im Revier das Eishockey-Wohnzimmer beanspruchen darf. Dass dieses Aufeinandertreffen einmal im Herbst und einmal kurz vor Weihnachten stattfindet, gibt beiden Begegnungen einen anderen Charakter: Oktober ist Formfindung, Dezember ist oft schon Entscheidung.
Herne gegen Duisburg – zweimal, beide Male zu Hause. Wer den Revierplan kennt, weiß: Das sind keine Pflichtspiele, das sind Pflichtsiege.
Die Wintermonate: Dichte ohne Pause
Wer den Spielplan genau liest, sieht ein Muster: Nach dem Oktober gibt es eine längere Lücke bis 15. November, dann aber kommt der HEV in einen Heimspielrhythmus, der Substanz verlangt. Auf die Saale Bulls Halle am 15. November folgt knapp zwei Wochen später, am 27. November, der Besuch der Hammer Eisbären – ein Name, der geografisch täuscht, denn Hamm liegt keine dreißig Kilometer östlich von Herne. Auch das ein Nachbarschaftsspiel, auch das eines mit Brisanz.
Die Saale Bulls tauchen übrigens ebenfalls zweimal in den Heimspielen auf: Neben November kommt Halle am 24. Januar 2027 noch einmal in die Hannibal Arena. Auffällig, wie die Spielplaner bestimmte Gegner spiegeln – offenbar hält man diese Paarungen für zugkräftig genug, um sie dem Heimpublikum zweimal zuzumuten. Das ist kein schlechtes Zeugnis für den Unterhaltungswert dieser Begegnungen.
Der Saisonabschluss und was er bedeutet
Das letzte der acht Heimspiele findet am 19. Februar 2027 statt – Gegner sind die Rostock Piranhas. Norddeutschland trifft auf das Ruhrgebiet, eine Reise von gut 600 Kilometern für den Gast. Im Februar, wenn die Oberliga-Saison in ihre entscheidende Phase geht, kann ein Heimspiel gegen einen Klub von der Ostsee über Playoff-Träume oder frühzeitige Sommerpläne entscheiden. Das gibt diesem Abschluss-Heimspiel ein Gewicht, das der Kalender allein nicht kommuniziert.
Zum Vergleich: Zwischen dem Trappers-Heimspiel im September und den Piranhas im Februar liegen fast fünf Monate – eine vollständige Eishockeysaison in komprimierter Form, ausgetragen in einer Arena, die der Herner EV seit über einem Jahrzehnt als sein Wohnzimmer bezeichnet.
Alle acht Heimspiele im Überblick
- →Fr., 18. September 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →Fr., 25. September 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →Fr., 16. Oktober 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →So., 15. November 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →Fr., 27. November 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →So., 13. Dezember 2026 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →So., 24. Januar 2027 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte
- →Fr., 19. Februar 2027 — Herne (Hannibal Arena Herne) décompte

